Tilgen von üblen Gedanken, Worten und Werken

  • Nichts von deinen Gedanken, Worten und Werken geht verloren, wenn Du selbst sie durch andere nicht ersetzt. Gerade sie werden zu Ursachen, die Auswirkungen haben. Deswegen solltest Du keine neue Sekunde deines Lebens versäumen: pass auf, was Du denkst, sei achtsam, was Du sagst, und verantwortlich dafür, was Du tust. Es ist die einzige Möglichkeit für Dich Missverständnisse der Vergangenheit zu tilgen und durch Verstehen zu ersetzen.
  • Sei auch dessen bewusst, dass jeder von Deinen Gedanken einen Gedanken beim Empfänger erzeugt, jedes deiner Worte –  ein Wort desjenigen hervorruft, dem Du dein Wort gesagt hast, jede erledigte Arbeit eine Tat des Anderen nach sich zieht. Es ist eine ununterbrochene Kette von Ursachen und Auswirkungen, die nur noch von dem, der die Ursache geschaffen hat, aufgelöst werden kann.
  • Sogar wenn die durch Gedanken, Worte oder Handlungen erzeugte Ursache auf einen bewussten Empfänger wirkt, der diesen Prozess versteht und aus diesem Grund ihn nicht fortsetzt, sondern unterbricht, bleibt die Ursache in ihrem Ausgangspunkt, bei ihrem Erzeuger, damit ihn früher oder später ihre Rückwirkungen treffen.
  • Jede geschaffene Ursache muss vom Erzeuger selbst behoben werden. Das ist sein angeborenes Recht und Möglichkeit, dadurch seine eigene Evolution anzukurbeln. Das kann er machen, indem er:

A) gute, vom Herzen ausgehende Taten bewusst vollbringt.

B) gewissenhaft betet und sein eigenes Nichtbegreifen versteht, seine Fehler wiedergutmacht und um Vergebung bittet, wenn es sich um Beziehungen handelt.

Ohne es zu machen, werden durch Unwissenheit geschaffene Ursachen den Menschen mit schweren Folgen in der Zukunft treffen. So wird er leiden müssen, bis er endlich das Böse, das er selbst geschaffen hat, erkennt und im Leiden auslöst.

  • Nur derjenige kann sich von Rückwirkungen des von ihm erzeugten Bösen befreien, der im Feuer der Liebe und des Glaubens, das durch Leiden und Erkenntnis angezündet worden ist, die Ursachen seiner Unwissenheit verbrennt.
  • Derjenige, der nicht versteht, quält andere mit Fehlern seiner Unwissenheit. Vergib ihm, wie man Kindern vergibt, denn er ist noch ein Kind. Hilf ihm zu verstehen, jedoch hindere seine Evolution nicht, Folgen seiner bösen Taten übernehmend.
  • Nimm alles an, worauf Du im Leben stößt, sowohl Glück als auch Unglück, mit Dankbarkeit an. Sei dir dessen bewusst, dass jedes Mal dich die Folgen von Ursachen, die Du je geschaffen hast, treffen. Je mehr Bewusstheit und Verstehen gibt es täglich auf deinem Wege, desto freudiger sind Auswirkungen, die dich in der Zukunft treffen.

2007 03 21-22
Vilnius